Nestlé war schon vielfach in der amerikanischen Lebensmittelindustrie tätig und untersuchte nun die langfristigen Wachstumsprognosen für zahlreiche amerikanische Industriezweige. Dabei konzentrierte sich das Unternehmen auf den Bereich der Gesundheitsfürsorge als idealem Zweig für weitere Diversifikation. Die Attribute, die Nestlé von einem Unternehmen, das in der Gesundheitsfürsorge tätig ist, erwartete, passten genau auf Alcon: Ein Unternehmen mit einem fachlich kompetenten Management, klar abgesteckten Forschungs- und Absatzzielen sowie der Fähigkeit, gesteigerte Investitionen im Bereich der Technologie in neue Produkte umzusetzen.
Nach der Akquisition begann Alcon, Produktionsanlagen in den Vereinigten Staaten, Belgien, Spanien, Mexiko, Brasilien und Frankreich auf- bzw. auszubauen. Außerdem wurde das schon umfassende Forschungsprogramm noch mehr erweitert, als es für ein Unternehmen von der Größe Alcons üblich war.
Nestlé ist sich bewusst, dass jedes Land und sogar jedes Unternehmen eine eigene Kultur und sogar eigene Kundenbeziehungen hat, die sich über die Jahre entwickelt haben. Folglich liegt die Verantwortung und Vollmacht für Geschäftsstrategien bei Alcon - wie auch bei den meisten Nestlé-Unternehmen - in den Händen des Vorstandes bzw. des Geschäftsführers und seinen jeweiligen Mitarbeitern.
In den folgenden Jahren weitete Alcon seine Tätigkeit auf den Bereich der ophthalmologischen Chirurgie aus. Dabei verfolgte man eine Strategie, die sorgfältig ausgewählte Akquisitionen mit interner Forschung und Entwicklung verband. Der Bereich der Kontaktlinsenpflegemittel bot fortwährende Wachstumsmöglichkeiten und dies galt auch für die Ausweitung des Geschäfts auf etablierte und sich neu entwickelnde Märkte auf der ganzen Welt.
Als Alcon 1997 seinen fünfzigsten Geburtstag feierte, war es zum weltweit führenden Unternehmen auf dem Gebiet der Ophthalmologie aufgestiegen. Mit der intakten Vision der Gründer und der Stärke Nestlés als Unterstützung hat Alcon einzigartige Voraussetzungen, um seinen rasanten Kurs in der Entwicklung, Herstellung und dem Vertrieb von hochentwickelten ophthalmologischen Produkten und modernsten Technologien fortzusetzen.
Im Jahr 2000 erwarb Alcon den renommierten Hersteller von Präzisionsinstrumenten, Grieshaber® (Schaffhausen, Schweiz)
Im Jahr 2001 erweitert Alcon seine Produktpalette durch die Aquisition von Summit Autonomous. Dieser 1985 gegründete führende Entwickler, Hersteller und Vermarkter von ophthalmologischen Lasersystemen hat ihren Sitz in Waldham, Massachusettes, sowie Fabriken in Cork, Irland und Orlando, Florida.
Seit März 2002 werden Alcon-Aktien wieder an der New Yorker Börse gehandelt.
Durch die intensive Forschungsarbeit und durch modernste Produktionsstätten ist Alcon heute in der Lage, mit der Vielfalt seiner Produkte die Bedürfnisse aller abzudecken, die in der Ophthalmologie tätig sind.
Das "Herz" der Forschungstätigkeit ist das "William C. Conner Research Center" in Fort Worth Texas. Dort arbeiten multidisziplinär auf 37.000 m2 mehr als 650 Wissenschafter, Techniker und wissenschaftliche Assistenten zusammen.
Darüber hinaus produziert Alcon in Fort Worth nach den modernsten Produktionsmethoden ophthalmologische Lösungen und Salben sowie Pflegemittel für Kontaktlinsen. Neben dem "William C. Conner Research Center" gibt es noch fünf weitere Forschungs- und Produktionsstätten in den Vereinigten Staaten:
In Irvine, Kalifornien werden modernste Geräte für Diagnostik und Chirurgie entwickelt und gefertigt. "IOL®" - intraokulare Linsen (z.B. Acrysof®) - werden in Huntington, West Virginia, produziert. In Sinking Springs, Pennsylvania, werden Kanülen, Nadeln, Operationsmesser sowie Nahtmaterial hergestellt. Die bei Operateuren und OP-Teams beliebten "Custom Paks®" werden in Houston, Texas, und in unserer europäischen Produktionsstätte in Puurs, Belgien, gefertigt. Darüber hinaus hat Alcon in Europa in Kaysersberg, Frankreich, sowie in Barcelona und Madrid, Spanien, Produktionsstätten, in denen auch Medikamente und Kontaktlinsenpflegemittel produziert werden.
In Mittelamerika ist Alcon in Mexiko City, Mexiko und in Humacao, Puerto Rico präsent, wo ophthalmologische und pharmazeutische Produkte und Salben hergestellt werden.
Die südamerikanischen Produktionsstätten sind in Sao Paulo, Brasilien und in Buenos Aires, Argentinien. Im asiatischen Raum besitzt Alcon eine Produktionsstätte in Peking, China.
Alcon blickt - nicht ohne Stolz - auf seine Forschungs- und Produktionsstätten und kann mit Recht behaupten, "daß es weltweit das größte Unternehmen in der ophthalmologischen Forschung ist".
Auf dem Gebiet Forschung und Entwicklung wird in den nächsten fünf Jahren mehr als 2 Milliarden US-Dollar investiert, das ist mehr als irgendeine andere ophthalmologische Firma auf diesem Gebiet zur Verfügung stellt.